FA12-2010Die Truchsessen von Baldersheim zu WaldmannshofenHans Truchsess von Baldersheim Die erste urkundliche Erwähnung der Truchsessevon Baldersheim in Waldmannshofen war im April1370, Hans Truchsess von Baldersheim kaufte vonBerthold und seinem Sohn Konrad von Gattenhofenderen zwei Teile am großen und kleinen Zehnten zuWaldmannshofen. Dieser erstreckte sich auf Wald,Mark und Dorf und war von dem edlen HerrnKonrad von Hohenlohe genannt von Brauneck zuLehen gegeben. Der mit erworbene Weinzehnt war ein Lehen der BenediktinerabteiSt. Burkard zu Würzburg. Im Oktober 1370 übertrug Berthold von Gattenhofen ihm sein Hausund die Hofreite im Dorf. Insgesamt machte der Kaufpreis 1612 Pfund Heller aus und wardurch Währungsversprechen mehrer Bürgen aus den umliegendenDörfern abgesichert. (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft)Weitere Besitzungen hatte 1356 auch: Stift St. Burkard, Würzburg (Archiv des Historischen Vereines von Unterfranken und Aschaffenburg Band 15)Hans Truchsess von Baldersheim 1371 kaufte er von Crume und Mechtilt vonBaldoltzheim ein Gut, 1/6 des Zehnten und eineKorngült in Sechselbach, das auch ein Lehen vonSt. Burkard war. Ein Kaufpreis mit 266 PfundHeller war vereinbart. (Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1)Hans Truchsess von Baldersheim Im Februar 1372 räumt er seinem gnädigenHerrn Konrad von Hohenlohe genannt vonBrauneck das Öffnungsrecht in seinerBehausung in Waldmannshofen ein. Dieses durfte außer gegen ihn selbst oder alleseine Vettern oder Erben wahrgenommenwerden.(Weller- Hohenlohisches Urkundenbuch Band 3)Dies erfolgte zeitlich nach einem Urteil des Landgerichts zu Nürnberg,in dem Conrad von Hohenloch, genannt von Brunneck eingesetztwurde in alles was Gotfryd von Hohenloch, von Brunneck genannt, inWaldmannshofen und anderen Besitzungen gehabt und gelassen hat(1371).(Weller- Hohenlohisches Urkundenbuch Band 3)Wie uns die Baldersheimer Chronik berichtet, dürfte dies jedoch nicht so eingetreten sein: “Ein Epitaph unter der Kanzel der StadtpfarrkircheRöttingen bewahrt das Andenken an Petronella, geborene von Geyer, Gemahlin des Hans Truchsess von Baldersheim, gesessen zuWaldmannshofen. Die Inschrift lautet: „Anno dm. mcccxiiii in die sancti georgii obiit petronella uxor (Joannis) trucsetz de baldersheim militis." (ImJahre des Herrn 1414, am Tag des heiligen Georg, starb Petronella, Gattin des Hans Truchsess von Baldersheim, Ritter).Waldmannshofen 1370BaldersheimRöttingen 1410Hemmersheim 1385AuernhofenSechselbach 1371BrauneckBuchNiedersteinachNiederrimbach 1369Rodheim 1385Gülchsheim 1385ReichelsburgHolzhausen 1384Aub 1398Öllingen 1370Geißlingen 1380Hofstelle bzw Dorf oder StadtZehntrecht - Lehen des Bischofes von WürzburgBesitzungen und Rechte der Truchsessen von Baldersheim zu Waldmannshofen im Gollachgau und UmgebungAuszugVeräußerer kam aus dem OrtHofstelle - Bambergisches LehenBurgerrothReichelsburg mit Zugehörungen - bis 1390 - Bambergisches LehenLipprichhausen 1413Hofstelle bzw Dorf oder Stadt, nach Teilung zwischen Fritz und Hans Truchsess 1408 an Hans Truchsess zu Röttingen bzw. dessen HofstelleBieberehrenReinsbronnKlingenPfahlenheim 1413Die Frühmesse in Waldmannshofenist nach dem Deutschen Rechtswörterbuch eine Stiftung, deren Ertrag dem Frühmesser (Geistlicher, der zu Frühmessenverpflichtet ist) zukommt.Die Pfarrei ist in Waldmannshofen mit der Stiftung der ständigen Kaplanei ab 1327 erwähnt. Diese Pfarrer sind Seelsorger unddie Pfarrer der Kaplanei erstmals 1345 namentlich erwähnt.Daneben ist ab 1393 erstmals ein Frühmesser Johannes erwähnt, der von Endreß Wernitzer und seiner Frau, RothenburgerBürgern, ein Gut in Waldmannshofen kauft.Pfarrer und Frühmesser haben dann 1400 ein Gut in Sechselbach von den Brauneckern Conradt und Anna von Weinsberg erworben.1402 erwirbt der Frühmesser einen Acker in Waldmannshofen, 1403 dann die Pfarrei ein Gut mit Kleins Srotes Haus.Finanziert werden konnte dies auch mit einer Zuwendung an die Pfarrei und Frühmesse, die Hans Truchsess von Baldersheim getätigt hat. 1412erhalten Pfarrer und Frühmesse aus einem höheren Verkaufspreis für ein kleines Gut ein Gut in Öllingen zu Ewiggülte. Die Pfarrei erhält das Lehenauf dieses Gut. Die Priester der Pfarrei und Frühmesserei müssen dafür Seelenmessen, jeweils freitags vor den vier Fastensonntagen (damalseinmal in der Fastenzeit, nach Pfingsten, dritter Septembersonntag, dritter Adventssonntag) für den verstorbenen Hans Truchsess von Baldersheimhalten. Bei Pflichtversäumnis fällt ein Teil der Gült dem Kaplan im Schloss Waldmannshofen zu.(Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft)Fürstlich Hohenlohisches Archiv NiederstettenOb die Pfarrstelle in Waldmannshofen damals mit (mindestens) drei Seelsorgern ausgestattet war, oder Kirche, Kaplanei und Frühmesserei voneinem Seelsorger betreut wurde, ist nicht bekannt.1405 Hans Truchsess (der Sohn) von Baldersheimstiftet in “unser Frauen Capellen” in dem SchlossWaldmannshofen eine Seelenmesse.Heimatgeschichtliche Unterlagen Waldmannshofen - Albert KrämerFürstlich Hohenlohisches Archiv Niederstetten1415 Konrad von Rosenberg kauft von Konrad undAnna von Weinsberg Burg Reigelsberg samtZubehör. Es ist ein Kaufpreis mit 7.000 Pfundangegeben.1425 kam es zum Streit mit Konrad von Weinsberg,der eine Hälfte zurückkaufte; Pfalzgraf Ludwig vermittelte darauf hin einen Burgfrieden.Dillenius: Weinsberg, vomals freie Reichsstadt, jetzt OberamtsstadtHans und Fritz Truchsess - Teilung des Nachlasses 1408Die Söhne von Hans Truchsess von Baldersheim und seiner Frau Petronella einigen sich über die Verteilung ihrer ererbtenGüter.Hans Truchsess erhält Burg Stadt Röttingen mit dem Amt und allen Zugehörungen. Rimpach, Hemersheim, Nunbronn, Stondorf,Clingen, ein Hof zu Sechselbach und 5 Morgen Wiesen an der Gollach fällt an Hans.Fritz Truchsess erhält Schloss, Hausung und Dorf Waldmannshofen mit allen Graben, Seen, Vorhöfen, Vogteien, Gerichten,Zinsen, Leuten, Guten, Kirchsätzen, Mannlehen, Wiesen, das Müllehen an der Gollach, den Zehnten zu Buch und Steinach mit ihren Zugehörungensowie Alles was ihr Vater zu Baldersheim, Holzhausen, Lyppurghausen, der niedern Schon, Hopferstadt, Argshofen, Gulichisheim, Ollingen und derMühle am Reygelberg besessen hat.Über die Belehnung und das Eigentum an Aub schweigt diese Nachricht, Conrad zu Weinsberg und seine Frau Anna haben 1403 bekannt, dass sieHans dem Älteren und allen seinen Erben ihren Theil an Awe und was dazugehört geeignet haben und dass sie und ihre Erben keinen Anspruch aufLehenschaft haben.(Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1)Fritz Truchsess - Belehnung durch Michael Burggraf zu Magdeburg, Graf zu Hardegg und Herr zu Brauneck Er belehnt 1430 Fritz Truchsessen zu Baldersheim mit Gericht und Vogtei zu Waldmannshofen samt dem, was sein verstorbenerVater um die Herrschaft Brauneck (Brunecke) gekauft hat, ebenso mit beiden Teilen aller großen und kleinen Zehnten zuWaldmannshofen, mit den 7 Morgen Wiese, die Awerbach genannt sind, sowie mit den von der Gemeinde für den Herrenzehntzu leistenden Spanndiensten, jedoch mit Ausnahme des Weinzehnten, soweit dies insgesamt von der Herrschaft Brauneck zuLehen geht. Er bestätigt den durch Fritz geleisteten Lehnseid. (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft)Fritz Truchsess von Baldersheim und seine Frau Metze von Neipperg sind bis nach 1433 in Waldmannshofen.(Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft)Methe von Nypperg - Neipperg, Oberamt Brackenheim; Konrad von Weinsberg wurde 1413 mit der Feste Niperg belehnt, es mag sein, er sorgte so um seine Untertanen und wollte so eine engere Bindung erzielen.(Fuhrmann, Konrad von Weinsberg - ein adliger Oikos zwischen Terretorium und Reich)In dieser Zeit verkauft er die Zehnten zu Steinach, Buch und Brauneck an das St. Burkardskloster Würzburg (1422), (Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 2)verliert er gegen das Kloster Frauental ein Wegerecht in Sechselbach (1422) (so Bossert: Urkunden des Kloster Frauental) oder Waldmannshofen (so Wieland: Das Cistercienserinnen-Kloster Frauental),kauft ab 1425 weitere Höfe in Gülchsheim, Holzhausen, Adelnhofen (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft),wird zusammen mit seinem Bruder Hans mit dem Zehnten zu Sechselbach (1427) (Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1) und allein mit dem Teil am Zehnten zu Symershouen (1428) (Högler: Die Truchsesse von Baldersheim) belehnt., Hans Truchsess von Baldersheim - Teilungsbrief über Besitzungen in Aub (1436)Die Witwe des Hans Truchsess, Else, Frau vonHeydeck, geb. von Sickingen, erhielt ihreVerschreibung auf einem Viertel von Röttingenund des Zehnten aus Gollhofen. Dafür erhalten dieminderjährigen Kinder ihr Eigentum in Aub (Schloss, Stadt und Amt mitZugehörungen) aus dem Nachlass des Hans Truchsess. 1398(bestätigt wurde dies dann 1399) hatte ihr Großvater Hans Truchsessvon Baldersheim eine Hälfte von Aub aus der Herrschaft Hohenloheund Brauneck gekauft. (Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1)Hans Truchsess von Baldersheim - Belehnung in SechselbachHans Truchsess wird 1438 vom WürzburgerKloster St. Burkhard mit Zehnten belehnt, 1/2 allerZehnten zu Aub und Hemmersheim, 1/6 derZehnten zu Eychsfelt und 1/6 der Zehnten zuSechselbach.Zuvor (1427) waren die Brüder Fritz und Hans Truchsessgemeinsam mit Zehnten zu Sechselbach belehnt.(Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1)Der Priester Michel, Frühmesser in Waldmannshofen, kauft 1443 eine Korngült aus einem Hof in Auernhofen1455 kaufen Heinz Griben und Peter Weyckeln als Gotteshausmeister des Gotteshauses und der Pfarrkirche Waldmannshofeneine Weizengülte von 7 Morgen in der Mark Gülchsheim.-(Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft)“Anno Domini 1449 ist der stettkrieg gewesen. Da kriegten die fursten mit den reichstetten, verpranten dielanndtschafft uff beyden partheyen”. “In diesem jar kriegt marggraf Albrecht mit dennen von Nürnberg,gewann und zerstört dennen vonn Nürnberg vill schlösser umb Nürnberg liegend. Da kamen die anndernstett dennen vonn Nürmberg mit 700 Pferden, unnd die Schweitzer schickhten inen 700 man uff irencosten zu hilff, pranten dem marggraven unnd seinen helffern vil schlösser ab, legten dem marggravenhundert pferd nieder.” .. so schildert uns der Pfarrer Johann Herolt in den Geschichtsquellen der Statt Halldie damalige Auseinandersetzung der Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg mit denReichsstädten. Raimund Duell und Dr. Bensen haben dies aus der Rothenburger Chronik des Rothenburger BürgermeisterBonifacius Wernitzer beschrieben: Am Freitag nach Conceptionis Mariae (also dem 12. Dezember 1449) kamen die unsern (die Rothenburger Söldner)gen Waldtmanshofen und kamen über die zaun undt gräben in das Dorff und zuntten das dorff ahn verprantten es gründtlich ab darzu die Scheuern imVorhofe undt namen etwa viel Viechs undt unser Büchsenmeister schloß Ihnen die Thorhäuser und die wehr ab.(Miscellaneorum quae ex codibus - Chronik von Rothenburg- Raimund Duell; 24. Jahresbericht des historischen Vereins in Mittelfranken 1855: Der Markgräfische Krieg, ein Bruchstück aus der Rotenburger Chronik des Bonifatius Wernitzer Von Dr. Bensen, Rotenburg; Geschichtsquellen der Statt Hall - Herolt)Jörg und Bernhard Truchsess von Baldersheim erhalten 1450 das Lehen zu Sechselbach(Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 2)Eberhard Truchsess von Baldersheim zu Waldmannshofen erhält 1456 das Lehen der Pfründe in derKapelle zu Waldmannshofen.(Lehenbuch Hochstift Würzburg)Martin Truchsess von Baldersheim erhält von Markgraf Albrecht von Brandenburg1468 einen Hof zu Sechselbach als Lehen(Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1)Reinhart (I) Truchsess von Baldersheim zu Waldmannshofen wird 1463 zusammen mit seiner Frau Elisabeth bei einem Zehnturteileines Dorfgerichtes erwähnt, dessen Revision (Apellation) sich bis hinzum Domprobst von Worms zog (1472); Parteigegner war Dietrich vonRüdesheim.(Battenberg, Die Protokoll- und Urteilsbücher des königlichen Kammergerichts)1467 residiert Philipp von Weinsberg auf derReichelsburg, der diese wie auch die Hälfte derStadt Aub aus dem geteilten Nachlass seinesVaters erhielt.Die Hälfte an Aub trug er später dem StiftWürzburg zu Lehen auf.Dillenius: Weinsberg, vomals freie Reichsstadt, jetzt Oberamtsstadt1467 hat der Bischof von Würzburg Eigenleutein Waldmannshofen, hans schuwirts frau, contzschmieds, des alten, frau, contz schmidt undalbrecht schmidt.Würzburger Salbuch 11472 Reinhart (II?) Truchseß von Baldersheimzum Waldmannshofen verschreibt seinerSchwester Gertrud, Klosterfrau zu Frauental, fürErbverzicht Korn auf einem Hof zuWaldmannshofen. Es siegelt hier sein Schwager, Albert von Biberern,Amtmann zu Creglingen.(Bossert: Urkunden des Kloster Frauental)Biedermann, Geschlechtsregister Ottenwald führt die Els Gundelweinin als Frau von Reinhard (I) Truchsess und Cundegunda Rüdin von Collenberg als Frau von Reinhard (II)Truchsess. Sie wird in einer hatzfeldtischen Urkunde 1483 geführt.Reinhart Truchsess von Baldersheim im Dienst des Markgrafen von Brandenburg“1474 u. 1475. „Darnach uber etliche zeit in der aufrur, die hertzog karll von Burgund gein dem Reich hat, bracht mein herr (Markgraf Albrecht Achilles)der kaiserlichen Maiestat auff jr begern ob sechs hundert pferde geraisigs zeugs und bey drey tausent wepner gerust in einer Wagenburg auf seinselbs costen und zug mit der kaiserlichen Maiestat zum Ersten fur Lintz und noch ein Stetlein dabey Reinmagen genant, die man gewan, und darnachfür News. Wie es da gehandelt ward, ist vill leuten kundig. Und hat sein gnad dise hernach geschribn Grafen, herrn und Ritterschaft bey Im nemblich: … Philips herr zu Weinsperg der elter, Erasmus (Asmus) von Rosenberg Ritter, Reinhart Truchsez Ritter..., (Höfler, Geschichte der Freiherrn von Eberstein)Linz, Remagen und Neuwied liegen zwischen Bonn und Koblenz1478: Vor dem Wirzburger Landgericht klagt Johan Mutichin des Bischofs Anwalt, daß ihn Hr. Reinhart Truchseß vonWaldmannshofen und Hr. Asmus von Rosenberg, Ritter, Arnolt und Michel Rosenberg, Gebrüder und Wilhelm Süzel in desBischofs Geleit und auf offener Landstraße, unverwarnt, mit gewappneter Hand gefangen haben, wider die königlicheReformation zu Frankfurt und den 5jährigen Kaiserlichen Frieden, sie haben crimen laesae majestatis begangen. Dabei kommtzur Sprache, daß Wilhelm Süzel den Hans Truchseß habe umbewört gefangen und geschözt und daß er darüber ins Gefängnisgekommen ist.(Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 2)1477 wird Reinhard Truchsess von Baldersheim Burgmann auf der Reichelsburg.Die geöffneten Archive des Königreichs Bayern Heft 1-6: Chronologische aus Urkunden erhobene Notizen .. der Herrschaft Reichelsberg)Im gleichen Jahr spricht das kaiserliche Landgericht des Herzogtums Franken ein Urteil in einem Lehensstreit mit Philipp von Weinsberg. Es ging um den Heimfall von Lehen zu Reichelsberg.Hauptstaatsarchiv-Reichskammergericht Buchstabe F Die Truchsesse von Baldersheim, Reinhard und Erasmus, trennen sich Zug um Zug von Gütern in Waldmannshofen:1480: 7 3/4 Morgen Wiesen an der Gollach kauft Philipp von Weinsberg.(Die geöffneten Archive des Königreichs Bayern Heft 1-6: Chronologische aus Urkunden erhobene Notizen .. der Herrschaft Reichelsberg)1482: Der halbe Zehnt zu Aub und der halbe Zehnt zu Hemmersheim.(Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1)1483: Besitzungen in Waldmannshöfer Markung und Dorf, u.a der pauwhof mit Äckern, Wiesen und Holz, dem Schafshof und Weiden sowie den Schaftrieb mit Schafshaus; Der Verkauf erfolgte von Reinhard und seine Frau Kunigunde an Erasmus Truchsess von Baldersheim und seine Frau Margarethe oder Erasmus Truchsess allein.(Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft)28. Dezember 1485: Asmus von Rosenberg, Uffenheimer Amtmann des Markgrafen, wird mit der Hälfte von Schloß, Dorf, Gericht und Vogtei Waldmannshofen einschließlich Zubehör “soweit die Mark und der Zehnt dort reicht” von Markgraf Albrecht zu Brandenburg belehnt. Es ist ein Lehen des Burggrafentums Nürnberg gemäß Mannslehnsrecht und -gewohnheit. Diese Hälfte hatte er von Reinhard Truchsess von Baldersheim gekauft. Im Juli desselben Jahres belehnt Rudolf Bischof zu Würzburg Asmus von Rosenberg mit der Hälfte am Lehen in der Kaplanei im Schloß zuWaldmannshofen; auch nach dem Kauf von Reinhard Truchsess.(Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft)In späteren Belehnung ab 1489 (Asmus Sohn Cunz) erfolgt die Belehnung stets nicht nur mit einer Hälfte sondern im Gesamten. Dies lässt auf einen Erwerb der anderen Hälfte von 1485 bis 1489 schließen, die die Rosenberger wohl von Erasmus Truchsess von Baldersheim gekauft haben.Damit gehen nach den vorliegenden Beschreibungen aus diverser Literatur, die auf Urkunden basieren 115 Jahre der Herrschaft der Truchsesse von Baldersheim zu Waldmannshofen zu Ende. Die Beschreibung des Oberamts Mergentheim, basierend auf Schönhuth, Creglingen und seine Umgebungen oder auch Biedermann, Geschlechtsregister Ottenwald stellt jedoch Truchsesse von und zu Baldersheim und Waldmannshofen bis ins Jahr 1603 fest, was damit nicht bestätigt werden kann.
Geißlingen 1380
GeißlingenHans Truchsess von Baldersheim (der Vater)1380 Teil am Zehnten, würzburger Lehen Kauf von Cunz ÜbelBauer, Die Truchsesse von Baldersheim Teil I
Gülchsheim 1385
Rodheim 1385
GülchsheimHans Truchsess von Baldersheim (der Vater)1385 Teil am Zehnten, würzburger Stifts-Lehen, Kauf von Cunz ÜbelFritz Truchsess von Baldersheim1425 Hof, Kauf von Fritz von Geilsheim und seiner Frau Katharina Lamprecht3/8 am großen und kleinen Zehnt im Dorf und Feld.1426 Hof, Kauf von Peter von Ehenheim, genannt von Gattenhofen; mit verbunden war 1/6 des großen und kleinen zehntes.Kloft, Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg
RodheimHans Truchsess von Baldersheim (der Vater)1385 das halbe Dorf, bamberger Lehen von Lemplein Lamprecht, Hans Truchsess ist dessen Oheim, auf ein Jahr Wiederkaufsrecht für Gotfried von Hoenloch, d.Ä.1387 das halbe Dorf mit Halm und Hand von Ruprecht von SeckendorfBauer, Die Truchsesse von Baldersheim Teil I
Öllingen 1370
Hans Truchsess von Baldersheim (der Vater)1370 Hof mit allen Zubehörden - Braunecker Lehen1377 Verkauf Haus “und was wir da haben in Dorf und Markt und FeldHans Truchsess von Baldersheim (der Sohn)1402 Hofreite und Gültlein1406 Hofrecht und was dazu gehörtBauer, Die Truchsesse von Baldersheim
Hemmersheim 1385
Hans Truchsess von Baldersheim (der Vater)1385 alle Gut, Gült und Zins, Kauf von Conz Übel1400 Gut, Kauf von Eytel Merte von Mergentheim und Eberhart GundelweinBauer, Die Truchsesse von Baldersheim Teil I
Aub 1398
Hans Truchsess von Baldersheim (der Vater)1398 Markt Awe, alles das halb, was zu Awe und darein gehört, Leute und Gut, mit allen Nutzen, Rechten und Gewohnheiten, wie es die Herrschaft von Hohenloch und Prauneck hergebracht haben; von Anna von Weinsberg geb. von Hoenloch und ihrer minderjährigen Tochter Margarethe. Sie heißen ihren Schultheißen zu Awe und die Schöpfen und die Gemeinde, daß sie Herrn Hansen Truchseß und seinen Erben huldigen und schwören sollen zu ihrem Teil und ihren Rechten.1399 bekannt von Conrad Herr zu Weinsberg und seiner Frau Anna von Weinsberg; auch Teil von Goßmannsdorf, zu den Ahausen und zu klein Ochsenfurt; auch Halsgericht, ander Gericht und was sie zu Recht und Gewohnheit zum Kloster zu Aw und zu dem Spital und zu der Capelle im Spital haben1399 Gült auf einer Hube zu Awe1403 bekennt Margareth Gräfin zu Schwarzenburg von Prauneck geboren den VerkaufBauer, Die Truchsesse von Baldersheim Teil I
Reichelsburg
Hans Truchsess von Baldersheim1390 haben die Bischöfe von Würzburg und Bamberg nach dem Ableben der letzten Herren von Brauneck, Gottfried und Konrad, Besitzungen, darunter die Herrschaft der Reichelsburg, getauscht.Mit Besitzungen der Herrschaft Reichelsburg war bis dahin Hans Truchsess von Baldersheim belehnt.Monumentum Boicorum Vol. 17Das durch Tod erledigte Lehen Reichelsberg, das an Bamberg zurück fiel, wurde nach Klage derer von Hohenlohe vor dem Reichsgericht dem Bischof von Bamberg zugesprochen.Rotter, Urkundenregesten zur Tätigkeit des Deutsche Königs- und Hofgerichts1477 wird Reinhard Truchsess von Baldersheim Burgmann auf der Reichelsburg.Die geöffneten Archive des Königreichs Bayern Heft 1-6: Chronologische aus Urkunden erhobene Notizen .. der Herrschaft Reichelsberg
Röttingen 1410
Hans (der Vater) Truchsess von Baldersheim 1401 bestätigte König Ruprecht von der Pfalz auf Bitten Hans I. die 1336 verliehene Freiheit der Stadt RöttingenHögler, Zum Gedenken an die Truchsesse von BaldersheimHans (der Sohn) und Fritz Truchsesse von Baldersheim1410 Kauf zusammen mit Götz von Berlichingen:Burg, Stadt und Amt vom Bischof von Würzburg, der das große Geleit(srecht) nicht mitverkauft.Lang, regesta sive rerum Boicarum Authographa XII
Niederrimbach 1369
NiederrimbachHans Truchsess von Baldersheim (der Vater):1369 Güter Häuser und Gülten, Eigen und Lehen mit allen Zugehörungen des Heinrich von Reynoltsprunne 1393 Gut in Dorf und Mark, das vormals Cunzen von Reinsprunn gewesen ist, Kauf von Weyprecht und Hans Marten1394 was Heinrich von Reinsprunn hatte zu Rympach zu Dorf und MarkQuelle: Bauer, Die Truchsesse von Baldersheim
Reinsbronn
ReinsbronnHeinrich von Reinoltsprunne verkauft an Hans Truchsess von Baldersheim (der Vater):1369 “alles, was ich habe im Dorf und in der Mark zu Rymbach, Güter Häuser und Gülten, Eigen und Lehen mit allen ZugehörungenHeinrich von Reinsprunn verkauft an Hans Truchsess von Baldersheim (der Vater):1394 was ich habe zu Rympach zu Dorf und MarkQuelle: Bauer, Die Truchsesse von Baldersheim
Lipprichhausen 1413
Hans (der Sohn) von Baldersheim zu Röttingen1413 Güter und Gülten, Burgstall und zwei Seen; Kauf von Gotz und Margret von Reyn, bürger von Rothenburg1414 Güter und Gülten, wüsten See und Garten; Kauf von Seyfrid HeuptlinLang, regesta sive rerum Boicarum Authographa XII
Holzhausen 1384
Hans Truchsess von Baldersheim (der Vater)1384 Hälfte eines Hofes mit Zubehör im Feld und Dorf, Kauf von Fritz und Elisabeth TröschelerFritz und Hans Truchsess (der Sohn) von Baldersheim1405 Gült von einem Hof (Erbrecht Hans Kol), von Hans Niumen, Bürger von Kitzingen, Fritz Truchess1412 Gült von einem Hof (Erbrecht Hans Köl), vom Braunecker Kaplan Peter ErbeterKloft, Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg
Pfahlenheim 1413
Hans (der Sohn) von Baldersheim zu Röttingen1413 Güter und Gülten; Kauf von Gotz und Margret von Reyn, bürger von RothenburgQuelle: Lang, regesta sive rerum Boicarum Authographa XII