FA12-2010 Die Truchsessen von Baldersheim zu Waldmannshofen Hans Truchsess von Baldersheim   Die erste urkundliche Erwähnung der Truchsesse  von Baldersheim in Waldmannshofen war im April  1370, Hans Truchsess von Baldersheim kaufte von  Berthold und seinem Sohn Konrad von Gattenhofen  deren zwei Teile am großen und kleinen Zehnten zu  Waldmannshofen. Dieser erstreckte sich auf Wald,  Mark und Dorf und war von dem edlen Herrn  Konrad von Hohenlohe genannt von Brauneck zu  Lehen gegeben.   Der mit erworbene Weinzehnt war ein Lehen der Benediktinerabtei  St. Burkard zu Würzburg.  Im Oktober 1370 übertrug Berthold von Gattenhofen ihm sein Haus  und die Hofreite im Dorf.   Insgesamt machte der Kaufpreis 1612 Pfund Heller aus und war  durch Währungsversprechen mehrer Bürgen aus den umliegenden  Dörfern abgesichert.   (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft)  Weitere Besitzungen hatte 1356 auch: Stift St. Burkard, Würzburg (Archiv des Historischen Vereines von Unterfranken und Aschaffenburg Band 15)   Hans Truchsess von Baldersheim   1371 kaufte er von Crume und Mechtilt von  Baldoltzheim ein Gut, 1/6 des Zehnten und eine  Korngült in Sechselbach, das auch ein Lehen von  St. Burkard war. Ein Kaufpreis mit 266 Pfund  Heller war vereinbart.   (Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1)   Hans Truchsess von Baldersheim   Im Februar 1372 räumt er seinem gnädigen  Herrn Konrad von Hohenlohe genannt von  Brauneck das Öffnungsrecht in seiner  Behausung in Waldmannshofen ein.   Dieses durfte außer gegen ihn selbst oder alle  seine Vettern oder Erben wahrgenommen  werden.  (Weller- Hohenlohisches Urkundenbuch Band 3) Dies erfolgte zeitlich nach einem Urteil des Landgerichts zu Nürnberg,  in dem Conrad von Hohenloch, genannt von Brunneck eingesetzt  wurde in alles was Gotfryd von Hohenloch, von Brunneck genannt, in  Waldmannshofen und anderen Besitzungen gehabt und gelassen hat  (1371).  (Weller- Hohenlohisches Urkundenbuch Band 3) Wie uns die Baldersheimer Chronik berichtet, dürfte dies jedoch nicht so eingetreten sein: “Ein Epitaph unter der Kanzel der Stadtpfarrkirche  Röttingen bewahrt das Andenken an Petronella, geborene von Geyer, Gemahlin des Hans Truchsess von Baldersheim, gesessen zu  Waldmannshofen. Die Inschrift lautet: „Anno dm. mcccxiiii in die sancti georgii obiit petronella uxor (Joannis) trucsetz de baldersheim militis." (Im  Jahre des Herrn 1414, am Tag des heiligen Georg, starb Petronella, Gattin des Hans Truchsess von Baldersheim, Ritter).  Waldmannshofen 1370 Baldersheim Röttingen 1410 Hemmersheim 1385 Auernhofen Sechselbach 1371 Brauneck Buch Niedersteinach Niederrimbach 1369 Rodheim 1385 Gülchsheim 1385 Reichelsburg Holzhausen 1384 Aub 1398 Öllingen 1370 Geißlingen 1380 Hofstelle bzw Dorf oder Stadt Zehntrecht - Lehen des Bischofes von Würzburg Besitzungen und Rechte der Truchsessen von Baldersheim zu Waldmannshofen im Gollachgau und Umgebung Auszug Veräußerer kam aus dem Ort Hofstelle - Bambergisches Lehen Burgerroth Reichelsburg mit Zugehörungen - bis 1390 - Bambergisches Lehen Lipprichhausen 1413 Hofstelle bzw Dorf oder Stadt, nach Teilung zwischen Fritz und Hans Truchsess 1408 an Hans Truchsess zu Röttingen bzw. dessen Hofstelle Bieberehren Reinsbronn Klingen Pfahlenheim 1413 Die Frühmesse in Waldmannshofen ist nach dem Deutschen Rechtswörterbuch eine Stiftung, deren Ertrag dem Frühmesser (Geistlicher, der zu Frühmessen  verpflichtet ist) zukommt.  Die Pfarrei ist in Waldmannshofen mit der Stiftung der ständigen Kaplanei ab 1327 erwähnt. Diese Pfarrer sind Seelsorger und  die Pfarrer der Kaplanei erstmals 1345 namentlich erwähnt.  Daneben ist ab 1393 erstmals ein Frühmesser Johannes erwähnt, der von Endreß Wernitzer und seiner Frau, Rothenburger  Bürgern, ein Gut in Waldmannshofen kauft.  Pfarrer und Frühmesser haben dann 1400 ein Gut in Sechselbach von den Brauneckern Conradt und Anna von Weinsberg erworben.  1402 erwirbt der Frühmesser einen Acker in Waldmannshofen, 1403 dann die Pfarrei ein Gut mit Kleins Srotes Haus. Finanziert werden konnte dies auch mit einer Zuwendung an die Pfarrei und Frühmesse, die Hans Truchsess von Baldersheim getätigt hat. 1412  erhalten Pfarrer und Frühmesse aus einem höheren Verkaufspreis für ein kleines Gut ein Gut in Öllingen zu Ewiggülte. Die Pfarrei erhält das Lehen  auf dieses Gut. Die Priester der Pfarrei und Frühmesserei müssen dafür Seelenmessen, jeweils freitags vor den vier Fastensonntagen (damals  einmal in der Fastenzeit, nach Pfingsten, dritter Septembersonntag, dritter Adventssonntag) für den verstorbenen Hans Truchsess von Baldersheim  halten. Bei Pflichtversäumnis fällt ein Teil der Gült dem Kaplan im Schloss Waldmannshofen zu.  (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft) Fürstlich Hohenlohisches Archiv Niederstetten Ob die Pfarrstelle in Waldmannshofen damals mit (mindestens) drei Seelsorgern ausgestattet war, oder Kirche, Kaplanei und Frühmesserei von  einem Seelsorger betreut wurde, ist nicht bekannt.  1405 Hans Truchsess (der Sohn) von Baldersheim stiftet in “unser Frauen Capellen” in dem Schloss  Waldmannshofen eine Seelenmesse.  Heimatgeschichtliche Unterlagen Waldmannshofen - Albert Krämer Fürstlich Hohenlohisches Archiv Niederstetten 1415 Konrad von Rosenberg kauft von Konrad und  Anna von Weinsberg Burg Reigelsberg samt  Zubehör. Es ist ein Kaufpreis mit 7.000 Pfund  angegeben.  1425 kam es zum Streit mit Konrad von Weinsberg,  der eine Hälfte zurückkaufte;   Pfalzgraf Ludwig vermittelte darauf hin einen Burgfrieden. Dillenius: Weinsberg, vomals freie Reichsstadt, jetzt Oberamtsstadt Hans und Fritz Truchsess - Teilung des Nachlasses 1408 Die Söhne von Hans Truchsess von Baldersheim und seiner Frau Petronella einigen sich über die Verteilung ihrer ererbten  Güter. Hans Truchsess erhält Burg Stadt Röttingen mit dem Amt und allen Zugehörungen. Rimpach, Hemersheim, Nunbronn, Stondorf,  Clingen, ein Hof zu Sechselbach und 5 Morgen Wiesen an der Gollach fällt an Hans.  Fritz Truchsess erhält Schloss, Hausung und Dorf Waldmannshofen mit allen Graben, Seen, Vorhöfen, Vogteien, Gerichten,  Zinsen, Leuten, Guten, Kirchsätzen, Mannlehen, Wiesen, das Müllehen an der Gollach, den Zehnten zu Buch und Steinach mit ihren Zugehörungen  sowie Alles was ihr Vater zu Baldersheim, Holzhausen, Lyppurghausen, der niedern Schon, Hopferstadt, Argshofen, Gulichisheim, Ollingen und der  Mühle am Reygelberg besessen hat.  Über die Belehnung und das Eigentum an Aub schweigt diese Nachricht, Conrad zu Weinsberg und seine Frau Anna haben 1403 bekannt, dass sie  Hans dem Älteren und allen seinen Erben ihren Theil an Awe und was dazugehört geeignet haben und dass sie und ihre Erben keinen Anspruch auf  Lehenschaft haben.  (Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1) Fritz Truchsess - Belehnung durch Michael Burggraf zu Magdeburg, Graf zu Hardegg und Herr zu Brauneck Er belehnt 1430 Fritz Truchsessen zu Baldersheim mit Gericht und Vogtei zu Waldmannshofen samt dem, was sein verstorbener  Vater um die Herrschaft Brauneck (Brunecke) gekauft hat, ebenso mit beiden Teilen aller großen und kleinen Zehnten zu  Waldmannshofen, mit den 7 Morgen Wiese, die Awerbach genannt sind, sowie mit den von der Gemeinde für den Herrenzehnt  zu leistenden Spanndiensten, jedoch mit Ausnahme des Weinzehnten, soweit dies insgesamt von der Herrschaft Brauneck zu  Lehen geht. Er bestätigt den durch Fritz geleisteten Lehnseid.   (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft) Fritz Truchsess von Baldersheim und seine Frau Metze von Neipperg sind bis nach 1433 in Waldmannshofen. (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft) Methe von Nypperg - Neipperg, Oberamt Brackenheim; Konrad von Weinsberg wurde 1413 mit der Feste Niperg belehnt, es mag sein, er sorgte so um seine Untertanen und wollte so eine engere Bindung erzielen. (Fuhrmann, Konrad von Weinsberg - ein adliger Oikos zwischen Terretorium und Reich) In dieser Zeit verkauft er die Zehnten zu Steinach, Buch und Brauneck an das St. Burkardskloster Würzburg (1422),   (Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 2) verliert er gegen das Kloster Frauental ein Wegerecht in Sechselbach (1422) (so Bossert: Urkunden des Kloster Frauental) oder Waldmannshofen (so Wieland: Das Cistercienserinnen-Kloster Frauental), kauft ab 1425 weitere Höfe in Gülchsheim, Holzhausen, Adelnhofen (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft), wird zusammen mit seinem Bruder Hans mit dem Zehnten zu Sechselbach (1427) (Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1) und allein mit dem Teil am Zehnten zu Symershouen (1428) (Högler: Die Truchsesse von Baldersheim) belehnt. , Hans Truchsess von Baldersheim - Teilungsbrief über Besitzungen in Aub (1436) Die Witwe des Hans Truchsess, Else, Frau von  Heydeck, geb. von Sickingen, erhielt ihre  Verschreibung auf einem Viertel von Röttingen  und des Zehnten aus Gollhofen. Dafür erhalten die  minderjährigen Kinder ihr Eigentum in Aub (Schloss, Stadt und Amt mit  Zugehörungen) aus dem Nachlass des Hans Truchsess. 1398  (bestätigt wurde dies dann 1399) hatte ihr Großvater Hans Truchsess  von Baldersheim eine Hälfte von Aub aus der Herrschaft Hohenlohe  und Brauneck gekauft.   (Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1) Hans Truchsess von Baldersheim - Belehnung in Sechselbach Hans Truchsess wird 1438 vom Würzburger  Kloster St. Burkhard mit Zehnten belehnt, 1/2 aller  Zehnten zu Aub und Hemmersheim, 1/6 der  Zehnten zu Eychsfelt und 1/6 der Zehnten zu  Sechselbach. Zuvor (1427) waren die Brüder Fritz und Hans Truchsess  gemeinsam mit Zehnten zu Sechselbach belehnt.  (Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1) Der Priester Michel, Frühmesser in Waldmannshofen, kauft 1443 eine Korngült aus einem Hof in Auernhofen 1455 kaufen Heinz Griben und Peter Weyckeln als Gotteshausmeister des Gotteshauses und der Pfarrkirche Waldmannshofen  eine Weizengülte von 7 Morgen in der Mark Gülchsheim.-  (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft) “Anno Domini 1449 ist der stettkrieg gewesen. Da kriegten die fursten mit den reichstetten, verpranten die  lanndtschafft uff beyden partheyen”. “In diesem jar kriegt marggraf Albrecht mit dennen von Nürnberg,  gewann und zerstört dennen vonn Nürnberg vill schlösser umb Nürnberg liegend. Da kamen die anndern  stett dennen vonn Nürmberg mit 700 Pferden, unnd die Schweitzer schickhten inen 700 man uff iren  costen zu hilff, pranten dem marggraven unnd seinen helffern vil schlösser ab, legten dem marggraven  hundert pferd nieder.” .. so schildert uns der Pfarrer Johann Herolt in den Geschichtsquellen der Statt Hall  die damalige Auseinandersetzung der Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg mit den  Reichsstädten. Raimund Duell und Dr. Bensen haben dies aus der Rothenburger Chronik des Rothenburger Bürgermeister  Bonifacius Wernitzer beschrieben: Am Freitag nach Conceptionis Mariae (also dem 12. Dezember 1449) kamen die unsern (die Rothenburger Söldner)   gen Waldtmanshofen und  kamen über die zaun undt gräben in das Dorff und zuntten das dorff ahn verprantten es gründtlich ab darzu die Scheuern im  Vorhofe undt namen etwa viel Viechs undt unser Büchsenmeister schloß Ihnen die Thorhäuser und die wehr ab.  (Miscellaneorum quae ex codibus - Chronik von Rothenburg- Raimund Duell; 24. Jahresbericht des historischen Vereins in Mittelfranken 1855:  Der Markgräfische Krieg, ein Bruchstück aus der Rotenburger Chronik des Bonifatius Wernitzer Von Dr. Bensen, Rotenburg; Geschichtsquellen der Statt Hall - Herolt) Jörg und Bernhard Truchsess von Baldersheim erhalten 1450 das Lehen zu Sechselbach (Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 2) Eberhard Truchsess von Baldersheim zu Waldmannshofen erhält 1456 das Lehen der Pfründe in der  Kapelle zu Waldmannshofen.  (Lehenbuch Hochstift Würzburg) Martin Truchsess von Baldersheim   erhält von Markgraf Albrecht von Brandenburg  1468 einen Hof zu Sechselbach als Lehen  (Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1) Reinhart (I) Truchsess von Baldersheim zu Waldmannshofen wird 1463 zusammen mit seiner Frau Elisabeth bei einem Zehnturteil  eines Dorfgerichtes erwähnt, dessen Revision (Apellation) sich bis hin  zum Domprobst von Worms zog (1472); Parteigegner war Dietrich von  Rüdesheim.  (Battenberg, Die Protokoll- und Urteilsbücher des königlichen Kammergerichts) 1467 residiert Philipp von Weinsberg auf der  Reichelsburg, der diese wie auch die Hälfte der  Stadt Aub aus dem geteilten Nachlass seines  Vaters erhielt. Die Hälfte an Aub trug er später dem Stift  Würzburg zu Lehen auf.  Dillenius: Weinsberg, vomals freie Reichsstadt, jetzt Oberamtsstadt 1467 hat der Bischof von Würzburg Eigenleute  in Waldmannshofen, hans schuwirts frau, contz  schmieds, des alten, frau, contz schmidt und  albrecht schmidt. Würzburger Salbuch 1  1472 Reinhart (II?) Truchseß von Baldersheim  zum Waldmannshofen verschreibt seiner  Schwester Gertrud, Klosterfrau zu Frauental, für  Erbverzicht Korn auf einem Hof zu  Waldmannshofen.   Es siegelt hier sein Schwager, Albert von Biberern,  Amtmann zu Creglingen.  (Bossert: Urkunden des Kloster Frauental) Biedermann, Geschlechtsregister Ottenwald führt die   Els Gundelweinin als Frau von Reinhard (I) Truchsess und   Cundegunda Rüdin von Collenberg als Frau von Reinhard (II)  Truchsess. Sie wird in einer hatzfeldtischen Urkunde 1483 geführt.  Reinhart Truchsess von Baldersheim im Dienst des Markgrafen von Brandenburg “1474 u. 1475. „Darnach uber etliche zeit in der aufrur, die hertzog karll von Burgund gein dem Reich hat, bracht mein herr (Markgraf Albrecht Achilles)  der kaiserlichen Maiestat auff jr begern ob sechs hundert pferde geraisigs zeugs und bey drey tausent wepner gerust in einer Wagenburg auf sein selbs costen und zug mit der kaiserlichen Maiestat zum Ersten fur Lintz und noch ein Stetlein dabey Reinmagen genant, die man gewan, und darnach für News. Wie es da gehandelt ward, ist vill leuten kundig. Und hat sein gnad dise hernach geschribn Grafen, herrn und Ritterschaft bey Im nemblich: … Philips herr zu Weinsperg der elter, Erasmus (Asmus) von Rosenberg Ritter, Reinhart Truchsez Ritter..., (Höfler, Geschichte der Freiherrn von Eberstein) Linz, Remagen und Neuwied liegen zwischen Bonn und Koblenz 1478: Vor dem Wirzburger Landgericht klagt Johan Mutichin des Bischofs Anwalt, daß ihn Hr. Reinhart Truchseß von  Waldmannshofen und Hr. Asmus von Rosenberg, Ritter, Arnolt und Michel Rosenberg, Gebrüder und Wilhelm Süzel in des  Bischofs Geleit und auf offener Landstraße, unverwarnt, mit gewappneter Hand gefangen haben, wider die königliche  Reformation zu Frankfurt und den 5jährigen Kaiserlichen Frieden, sie haben crimen laesae majestatis begangen. Dabei kommt  zur Sprache, daß Wilhelm Süzel den Hans Truchseß habe umbewört gefangen und geschözt und daß er darüber ins Gefängnis  gekommen ist. (Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 2) 1477 wird Reinhard Truchsess von Baldersheim Burgmann auf der Reichelsburg. Die geöffneten Archive des Königreichs Bayern Heft 1-6: Chronologische aus Urkunden erhobene Notizen .. der Herrschaft Reichelsberg) Im gleichen Jahr spricht das kaiserliche Landgericht des Herzogtums Franken ein Urteil in einem Lehensstreit mit Philipp von Weinsberg. Es ging um den Heimfall von Lehen zu Reichelsberg.   Hauptstaatsarchiv-Reichskammergericht Buchstabe F Die Truchsesse von Baldersheim, Reinhard und Erasmus, trennen sich Zug um Zug von Gütern in Waldmannshofen: 1480: 7 3/4 Morgen Wiesen an der Gollach kauft Philipp von Weinsberg. (Die geöffneten Archive des Königreichs Bayern Heft 1-6: Chronologische aus Urkunden erhobene Notizen .. der Herrschaft Reichelsberg) 1482: Der halbe Zehnt zu Aub und der halbe Zehnt zu Hemmersheim. (Quelle: Bauer - Die Truchsesse von Baldersheim Teil 1) 1483: Besitzungen in Waldmannshöfer Markung und Dorf, u.a der pauwhof mit Äckern, Wiesen und Holz, dem Schafshof und Weiden sowie den Schaftrieb mit Schafshaus; Der Verkauf erfolgte von Reinhard und seine Frau Kunigunde an Erasmus Truchsess von Baldersheim und seine Frau Margarethe oder Erasmus Truchsess allein. (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft) 28. Dezember 1485: Asmus von Rosenberg, Uffenheimer Amtmann des Markgrafen, wird mit der Hälfte von Schloß, Dorf, Gericht und Vogtei Waldmannshofen einschließlich Zubehör “soweit die Mark und der Zehnt dort reicht” von Markgraf Albrecht zu Brandenburg belehnt. Es ist ein Lehen des Burggrafentums Nürnberg gemäß Mannslehnsrecht und -gewohnheit. Diese Hälfte hatte er von Reinhard Truchsess von Baldersheim gekauft. Im Juli desselben Jahres belehnt Rudolf Bischof zu Würzburg Asmus von Rosenberg mit der Hälfte am Lehen in der Kaplanei im Schloß zu  Waldmannshofen; auch nach dem Kauf von Reinhard Truchsess.  (Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg Band 1, bearbeitet von Jost Kloft) In späteren Belehnung ab 1489 (Asmus Sohn Cunz) erfolgt die Belehnung stets nicht nur mit einer Hälfte sondern im Gesamten. Dies lässt auf einen Erwerb der anderen Hälfte von 1485 bis 1489 schließen, die die Rosenberger wohl von Erasmus Truchsess von Baldersheim gekauft haben. Damit gehen nach den vorliegenden Beschreibungen aus diverser Literatur, die auf Urkunden basieren 115 Jahre der Herrschaft der Truchsesse von Baldersheim zu Waldmannshofen zu Ende. Die Beschreibung des Oberamts Mergentheim, basierend auf Schönhuth, Creglingen und seine Umgebungen oder auch Biedermann, Geschlechtsregister Ottenwald stellt jedoch Truchsesse von und zu Baldersheim und Waldmannshofen bis ins Jahr 1603 fest, was damit nicht bestätigt werden kann.