Mastschweinestall in Waldmannshofen  Beschreibung des Projekts: Ort: Creglingen-Waldmannshofen Stall mit etwa 2.600 Endmastplätzen, 16 Mastabteile als Kleingruppen mit Trockenfütterung. Beschreibung: Sebastian Preuß   Die Stallhülle besteht aus massiven Stahlbeton-Sandwichwänden. Diese zeichnen sich durch eine starke, innenliegende und ungeziefersichere Wärmedämmung aus, die bis in den Güllekanal reicht und bestes Stallklima gewährleistet. Der ca. 84 x 32 Meter große Stall besteht aus 16 Abteilen á160 Tierplätzen sowie drei Resteabteilen. Ein traufseitiger Vorbau birgt die Verladerampe und den Zugang zu den integrierten Nebenräumen. Die Gülle aus den Wechselstau-Kanälen wird über ein Stöpselsystem in die Gülletiefbehälter geleitet. Die beiden Ortbetonbehälter mit 21 Metern Durchmesser fassen jeweils knapp 1.400 Kubikmeter. Die Bedienung der Abläufe geschieht bequem vom Zentralgang aus. Zusätzlich wurde eine Unterflur-Spülleitung verlegt. Optimale Sauberkeit und Klauengesundheit gewährleisten die Betonspalten. Die Mastabteile sind in 6 Buchten von aufgeteilt worden, in denen die Ferkelgruppen an Breiautomaten gefüttert werden. Diese wiederum werden zweiphasig mit Rohrkettenförderern befüllt. Die dazugehörige Futterlagerung findet in sechs Außensilos statt. Das gewählte System besticht durch robuste Technik und einfache Bedienbarkeit Die abteilweise Wasserversorgung hält alle Möglichkeiten offen. Eigenes Wasser liefert der gebohrte Brunnen. Bei der Lüftungsanlage wurde auf Energieeffizienz viel Wert gelegt. Die Zuluft gelangt durch das Traufgitter in den wärmegedämmten Dachraum. Von dort aus fällt die Frischluft durch Schlitzventile auf den Abteilgang und gelangt so in die Mastbuchten. Die Abluft wird oberflurseitig durch einen zentralen Abluftkanal durch Energiesparventilatoren abgesaugt. Vor je zwei Abteilen ist ein Regelgerät montiert, wodurch der Betriebsleiter direkt bei der Tierbeobachtung die Werte prüfen und ggf. anpassen kann. Zusätzlich kann er zentral alle Funktionen nutzen. Bei Neubelegung der Abteile kann durch Gasgebläse aufgeheizt werden, um den Ferkeln einen optimalen Start zu ermöglichen. Dazu ist  eine zentrale Gasleitung und ein Lagertank installiert. Abgerundet wird die Ausstattung durch eine zentrale Hochdruckreini- gungsanlage und eine vollautomatische Einweichanlage. So kann der Stall innerhalb kürzester Zeit effektiv und gründlich gereinigt werden. Die Fahrzeugwaage am Stall bietet nicht nur die Möglichkeit, bei Ein- und Ausstallungen zu wiegen, sondern auch Futterlieferungen zu kontrollieren und wird zukünftig sicher auch beim eigenen Ackerbau eine nützliche Hilfe sein. Familie Preuß hat durch das Stallkonzept beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schweinemast geschaffen. Massive und schnelle Fertigteilbauweise, kombiniert mit standardisierten Komponenten bei Einrichtung, Fütterung und Lüftung, gewährleistet eine langfristige, kostengünstige und arbeitswirtschaftliche Schweinemast. Aus der besonderen Lage hat sich im Lauf des Baues noch die Idee  verwirklichen lassen, eine Photovoltaikanlage mit "einzubauen".