Jahr 1502 Datum 27.10. Ereignis Asmus von Rosenberg präsentiert dem Bischof in Würzburg den Karges Denzer auf die Frühmesse in Waltmeßhofen,  nachdem der Vorbesitzer Peter Richard die Frühmesse aufgegeben hatte, um Pfarrverweser in Welbhausen zu werden.  Quelle Ulbrich: Päpstliche Provision oder patronatsherrliche Präsentation aus: EOA Bamberg, Rep I PfA Nr. 466 Pfarrei Uffenheim FA6-2010 aus dem alten waldmannshofen.de - Dank Gerhard und Hiltrud Bernsdorf 1504 Herrschaft: Hieronimus von Rosenberg (zweiter Sohn von Asmus) 1507 Herrschaft: Leonhard von Rosenberg (übernimmt Waldmannshofen nach dem Tod seines Bruders Hieronimus) 1520 Herrschaft: Cuntz von Rosenberg (Sohn von Leonhard) 1520 Überfall auf den Grafen von Oettingen unter Beteiligung des Cunz von Rosenberg 1522 Überfall auf kaiserliche Beamte des Schwäbischen Bundes unter Beteiligung des Kunz von Rosenberg 1523 Schloss Waldmannshofen wird im Zuge der Kämpfe des Schwäbischen Bundes gegen Thomas von Absberg und Genossen unter Truchseß Jörg von Waldburg zerstört. Es gehörte zu dieser Zeit dem Kunz von Rosenberg, war aber bei der Einnahme gar geräumt und ausgeleert. Auf dem Zug des schwäbischen Bundesheeres gegen den Raubritter Hans Thomas von Absberg und Genossen, auf welchen Jörg Truchseß von Waldburg Schloss Wachbach zerstören ließ, schickte dieser am 22. oder 23. Juni von Uffenheim aus "zween Feindesbrief durch einen Knaben gen Waldmannshofen und Gnötzheim, beide Kunzen von Rosenberg zugehörig, und ließ dieselben zwei Häuser samt ihren zugehörenden Bauern und Nutzungen erfordern; aber in denselben Häusern ist Niemand gefunden worden. Darauf ist erstlich das Schloss Waldmannshofen, welches gar geräumt und ausgeleert gewest, verbrennt und die Bauern in des Bundes Hande zu Pflichten angenommen worden, mit der Auflage, dieweil sich dieselben Bauern hievor wieder ihre Zusagen gegen Herrn Jörg Truchsessen etwas ungebührlich, ungehorsam und strafbar gehalten haben, Plünderns oder zum wenigsten Brandschatzens werth gewest wären, dass demnach die Bauern zu einer Straf gemeinlich und ein jeder sonderlich ohne Wehre mit einem weißen Stäblein den nächsten Tag zu den Bundesräthen in Haßfurt sich stellen und daselbst weiters Bescheids und der Gnade erwarten sollen. 1528 (14.) 24. April: Der frühere Pfarrer Friedrich Süß von Waldmannshofen wird in Würzburg verbrannt. Friedrich, sonst Ambrosius genannt, ursprünglich Augustinermönch in Schmalkalden und in Würzburg, dann verheirateter Pfarrer in Waldmannshofen, beim Ausbruch des Bauernkriegs Prediger der Aufständigen im Dom zu Würzburg, nach der Niederlage zu Königshofen Pfarrer in Nordheim auf dem Steigerwald, der Wiedertäuferei beschuldigt, ward daselbst auf Befehl des Bischofs von Würzburg gefangen genommen, prozessiert und verbrannt. "Die Ehefrau und seine Kinder werden in Sulzfeld "gesäckt", d.h. im Main ertränkt." 1544 (Neu-) Erbauung des Schlosses durch Kunz von Rosenberg (bis 1552) - (Jahreszahlen und Wappen derer von Rosenberg am Schloss) 1546 Herrschaft: Lorenz von Rosenberg (Sohn von Cuntz) 1553 Herrschaft: Conradt von Rosenberg (Sohn von Lorenz) Mit ihm stirbt 1581 die Linie Waldmannshofen aus. Waldmannshofen fällt an die Linie Niederstetten. Die drei Söhne des Zaysolf von Rosenberg werden gemeinsam mit Waldmannshofen belehnt. 1554 Pfarrer: Balthasar Krafft 1565 Ab 1565 gibt es in Waldmannshofen keine Leibeigenen mehr. 1565 Conradt von Rosenberg erlässt eine Dorfordnung, eine Gerichtsordnung und eine Steinsetzerordnung (9.2.1565) 1568 1568 gilt als Jahr, seit dem Waldmannshofen der protestantischen Religion angehört, d. h. der Nachweis evangelischer Pfarrer vorliegt (?) s. Friedrich Süß. 1568 Pfarrer: Oswald Suffan (Suffanius oder Hofmann) 1576 Pfarrer: Egidius Rüger Beginn der Kirchenbuch-Aufzeichnungen (Tauf-, Ehe- und Totenregister) 1581 Mit dem Tod des Conradt von Rosenberg, der ohne Erben stirbt, fällt Waldmannshofen an die Linie Niederstetten. 1582 Herrschaft: Albrecht Christoph von Rosenberg, Conrad von Rosenberg und Georg Siegmund von Rosenberg 1585 Irrungen zwischen dem Stift St. Burkard zu Würzburg einerseits und denen von Rosenberg andererseits wegen des Zehnten in Waldmannshofen, werden beigelegt. 1587 Herrschaft: Albrecht Christoph von Rosenberg (durch Erbteilung) 1603 Aussterben der Truchsessen von Baldersheim 1603 Georg Sigmund, der letzte Truchseß von Baldersheim zu Waldmannshofen stirbt ohne Erben. 1605 Brandenburg-Ansbach belehnt Christoph von Rosenberg mit Waldmannshofen. 1610 Pfarrer: M. Johann David Sigwart, bis zu seiner Versetzung nach Lipprichhausen 1614 Die im Jahre 1107 erbaute Kirche zu Sechselbach fällt an einem Sonntag Morgen ein. "An einem Sonntagmorgen Einsturz der 1107 (1136 ?) erbauten Sechselbacher Kirche". 1617 Pfarrer: Johann Cranz, bis zu seiner Berufung als Stadtpfarrer nach Marktbreit 1618 Dreißigjähriger Krieg: Da Waldmannshofen ein befestigtes Dorf war (Dorfetter und zwei Tore), scheinen sich in den Kriegszeiten auch Bewohner der unbefestigten Orte der Umgebung wie Simmershofen, Sechselbach und Steinach, hierher geflüchtet zu haben, da nach den Kirchenbüchern Einwohner dieser Dörfer Kinder in Waldmannshofen haben taufen lassen. ["lag doch eine Schutzwache in Waldmannshofen" (?)] 1631 Albrecht Christoph von Rosenberg bittet die Regierung in Ansbach um Schutz und Handhabung des Religionsfriedens gegen Würzburg, welches dem Vernehmen nach in Waldmannshofen einen katholischen Messpriester mit Gewalt einsetzen wolle. Aber die dahingehenden Gerüchte bestätigten sich nicht. Auch wurde bei der Belehnung des kaiserlichen Generalfeldmarschalls Graf Melchior von Hatzfeldt und Gleichen mit Waldmannshofen vertraglich festgelegt, dass Waldmannshofen mit allen Einwohnern auch künftig der evangelischen Religion zugehörig bleiben sollte, was die Familie von Hatzfeldt aber nicht daran hinderte, bis zum Ende des 18. Jh. einen ständigen rechtswidrigen "Kleinkrieg" in formalreligiösen Angelegenheiten gegen die evangelische Gemeinde zu führen. 1632 Tod des Albrecht Christoph von Rosenberg (letzter männlicher Rosenberg) - Grabstein in der Kirche. Mit Albrecht Christoph von Rosenberg stirbt die Familie Rosenberg aus und Waldmannshofen fällt als erledigtes Ritter-Mannlehen an Brandenburg-Ansbach 1632 Herrschaft: Sibilla von Rosenberg, geborene von Rabenstein (Witwe des Albrecht Christoph von Rosenberg) 1633 Pfarrer: Jakob Zipfelmüller, bis zu seinem Tode 1635 Tod der Sybilla von Rosenberg (geborene Rabenstein) 1637 Nach dem Aussterben derer von Rosenberg belehnt Brandenburg-Ansbach den Feldmarschall Graf Melchior von Hatzfeldt mit Waldmannshofen. Die Familie Hatzfeldt bleibt bis 1886, also 249 Jahre, Grundherr in Waldmannshofen. "Der kaiserliche Generalfeldmarschall Graf von Hatzfeld wird von Brandenburg-Ansbach mit dem Rittermannlehen Waldmannshofen belehnt." 1637 Vertrag zwischen dem Stift St. Burkard zu Würzburg und dem Grafen von Hatzfeldt über den Zehnten in Waldmannshofen- 1648 Pfarrer: Georg Engelhard, bis zu seiner Abberufung 1649 Vergleich zwischen Brandenburg-Ansbach und der Hatzfeldt'schen Herrschaft, "Wornach fortan dieser die Nomination des Pfarrers Schulmeisters und Gotteshauspflegers, Jenem aber das jus episcopale, also Examination, Konfirmation, Ordination etc. zustehen soll." 1650 Pfarrer: Johann Georg Pfister, bis zu seinem Abzug ("Migration") in Schüpf 1651 Die Gemeinde Waldmannshofen bittet Melchior von Hatzfeldt um Vermittlung bei ihrem Gesuch um das Marktrecht an Kaiser Ferdinand III. Diese Vermittlung erfolgt und Waldmannshofen erhält mit kaiserlichem Schreiben vom 26.05.1651 die Erlaubnis, einmal im Jahr einen steuerfreien Markt abhalten zu dürfen (trotz des Einspruchs der Reichsstadt Rothenburg, die zuviel Konkurrenz in der Nähe nicht schätzte) 1660 Erneuerungen und Umbauten am Schloss durch die Fam. Hatzfeldt (Innenausschmückung) 1660 Bau der Schafscheuer 1661 Hermann von Hatzfeldt erlässt eine Ordnung für die Zehntknechte 1662 Anbau links am Eingang des Schlosses 1663 Pfarrer: Philipp Kauffmann, bis zu seinem Tode 1672 Pfarrer: Johann Friedrich Pfeiffer, bis zu seinem Tode 1685 Pfarrer: Johann Georg Rosenbach, bis zu seinem Tode